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Der Schild Spartas


 

Einer der wohl stärksten Streitkräfte aller Zeiten waren die Spartaner. Jeder kennt den weltberühmten Film 300. Und ich glaube, dass gerade die männliche Fraktion den Film bis ins Unermessliche abfeiert. Doch was war es, dass die Spartaner so stark machte? Es waren nicht ihre Muskeln oder die Größe des Heeres. Und auch sonst besaßen die Spartaner keine besonderen Waffen oder Ausrüstungen, die sie stärker darstellten als andere Streitkräfte. Nein, es war der Schild! Der Schild und die Verantwortung und Einstellung, die er mit sich trug. Die Bereitschaft sich bedingungslosfür meinen Mitstreiter zu opfern.


„Entweder du kommst mit dem Schild nach Hause oder auf ihm“


Schon in den Kinderjahren wurde den Spartanern die Wichtigkeit des Schildes gelehrt. „Entweder du kommst mit dem Schild nach Hause oder auf ihm“, war dabei der Leitsatz. Auf der einen Seite impliziert der Schild die Ehre des gewonnen Kampfes mit sich. Auf der anderen Seite heißt ein fehlender Schild, dass du nicht in der Lage bist, dich oder deinen Mitstreiter zur linken oder rechten Seite zu beschützen, die die Spartaner in einer ihrer Phalanx bildeten.

Verdeutlicht wird das Bild im Film „300“. Die Spartaner, im Krieg mit den Persern, sind diesen zahlenmäßig unterlegen. Um diese Unterlegenheit wettzumachen, lassen sich die Spartaner etwas einfallen. Also versuchen sie die Schlacht an einem nahegelegenen Engpass zu führen und nicht auf dem freien Feld, um den zahlenmäßigen Vorteil der Griechen zunichte zu machen. Die Spartaner bilden in diesem Engpass eine Phalanx. Eine Anreihung von einer Engpassgrenze zur anderen, durch welche die Perser vergeblich versuchen durchzubrechen.


Und wie es kommen musste, verlieren die Perser den Kampf an jenem Engpass. Die Spartaner, mit all ihren Männern hinter ihren Schildern aufgereiht, lassen keinerlei Angriffsfläche zu und bilden so eine undurchdringbare Verteidigung. Entscheidend sind dabei die Verantwortung und das Vertrauen, welche jeder Spartaner in dieser Phalanx inne trägt. Sollte es nur zu einer Person kommen, die ihren Schild nicht richtig einsetzt und aus der Reihe fällt, so würde das bedeuten, dass auch der zu meiner linken und zu meinen rechten darunter leiden würde. Oder schlimmer sogar, das ganze Heer.


Lasst uns wieder eine eigene Phalanx bilden


Die Bereitschaft sich bedingungslos für unsere Mitstreiter zu opfern. Nur zu häufig laufen wir, im übertragenen Sinne natürlich, mit dem Speer durch die Welt. Mit der Hoffnung den einen oder anderen im wahrsten Sinne des Wortes auszustechen. Und oft fehlt uns die Bereitschaft unseren Partner zu rechten oder zur linken das Gefühl von Sicherheit zu geben. Das Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit.


Also wo bleibt unsere Phalanx? Keiner von uns muss aufgrund seines falschen Stolzes alleine durch die Welt laufen. Lasst uns alle wieder unsere Schilde aufnehmen und unsere eigene Phalanx bilden. Eine Phalanx, die dem anderen das Gefühl von Sicherheit und Zusammenhalt gibt. Die einem das Gefühl gibt, sich auf seinen Mitstreiter verlassen zu können. Und dass wir daran arbeiten die Schwierigkeiten des Lebens gemeinsam zu bewältigen.

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